Reinigungsverfahren Procedure Procédure El procedimientoProcedure
Teilereinigung

Reinigungsverfahren

Bis zu 200 mal in der Sekunde lässt der Colibri seine Flügel vibrieren.

Der Colicleaner überwindet nach dem Vorbild aus der Natur mit Schwingungen die Adhäsionskräfte der am Werkstück anhaftenden festen und flüssigen Verunreinigungen. Allein durch die Vibration erfolgt ein Wegschleudern der Verunreinigung, die dann mit geringem Energieaufwand absaugbar ist. An dieser Stelle wird von der Natur abgewichen: die Verunreinigungen schwirren nicht durch den Raum, der Arbeitsplatz bleibt sauber.

Der Coli-Cleaner setzt sich aus drei wesentlichen Baugruppen zusammen:

  • Schwingungserzeuger
  • Teileaufnahme
  • Absaugung

Vom Stromnetz steht Wechselspannung mit 50 bzw. 60 Hz zur Verfügung. Der Frequenzumrichter wandelt diese Wechselspannung in die Schwingfrequenzen von 120 - 600 Hz um und überträgt diese an Schwingmagneten. Dort erfolgt die Umwandlung von elektrischer Energie in mechanische Energie. Die Übertragung der mechanischen Energie an die Schwingplatte erfolgt mittels spezieller Druckfedern. Coli-Cleaner der aktuellen Generation können Bauteile mit einem Gewicht bis zu 25 kg bearbeiten.

Mit dem Coli-Cleaner lässt sich eine beachtliche Palette von Werkstücken reinigen. Schwingungsfrequenz und Amplitude sind in einem weiten Bereich einstellbar. Wichtig ist die Werkstückaufnahme. Diese muss der Kontur des Werkstückes entsprechen, damit die Luftströmung alle anhaftenden Verunreinigungen während des Vibrationsvorganges mitreißen kann. Dazu befinden sich an der Teileaufnahme kleine Bohrungen, die beim Ansaugen der Luft zusätzliche Luftwirbel erzeugen. Diese Turbulenzen unterstützen wiederum den durch die Vibration erzeugten Effekt und lösen die Verunreinigungen. Bei rotationssymetrischen Teilen kann durch die geschickte Anordnung der Zuluft- und Absaugbohrungen eine gewollte definierte Drehung des Bauteils zusätzlich initiiert werden.

Kernstück der Absaugung ist ein gängiger Industriesauger.

Die Verweildauer ist in einem weiten Bereich einstellbar und richtet sich nach der Geometrie des zu reinigenden Teils, dem Verschmutzungsgrad und dem gewünschten Reinigungsergebnis. Eine weitere wichtige Vorgabe ist der Takt der vor- undnachgeschalteten Maschine. Ein definierter Restölanteil verbleibt auf dem Werkstück als Korrosionsschutz. Das Reinigungsergebnis ist einstell- und reproduzierbar. Ein weiterer Faktor für die Reinigungszeit ist der Takt der vor- und nachgeschalteten Maschine.

Zusammenfassend bietet der Coli-Cleaner eine kompakte Lösung mit der Möglichkeit einer automatischen Integration in den Produktionsablauf. Auf den Kauf und die Entsorgung von Lösungsmitteln kann verzichtet werden. Das abgereinigte Medium kann unmittelbar in den Produktionsprozess zurückgeführt werden. Dazu kommt der geringe Energieverbrauch und in der Summe eine beträchtliche Reduzierung der Reinigungskosten. Neben hoher Umweltverträglichkeit spricht für den Coli-Cleaner das Argument des sauberen Arbeitsplatzes (es gibt keine Aerosole). Das Verfahren ist besonders für rotationssymetrische Teile, die in großer Stückzahl hergestellt werden, geeignet. Es verbleibt ein leichter Ölfilm, wogegen Kühlschmierstoffe, Späne und Schleifrückstände komplett abgereinigt werden.

Bislang arbeitet der Coli-Cleaner erfolgreich in der Reinigung zahlreicher unterschiedlicher Werkstücke mit verschiedensten Geometrien und Beschaffenheiten. Einen Auszug dieser Teile finden Sie in der Referenzliste.


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