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Unternehmen

Geschichte

1873

Unternehmensgründung durch Michael Ossberger in Thalmässing bei Nürnberg. Der technikbegeisterte Unternehmensgründer konstruiert, entwickelt und vertreibt Maschinen für die Mechanisierung der Landwirtschaft. Sein ältester Sohn Carl übernimmt 1910 den Betrieb, knüpft erste internationale Kontakte zu den Herstellern großer Erntemaschinen in den Vereinigten Staaten und bereichert den Markt mit eigenen Konstruktionen, so bringt er u.a. „für den Getreide anbauenden Landwirt“ eine „Pflugsämaschine“ unter dem Firmennamen Maschinenbau Ossberger auf den Markt.

1906

Der 2. Sohn des Firmengründers, Civil-Ing. Fritz Ossberger, gründet nach seinem Studium an der renommierten Ingenieurschule im sächsischen Mittweida und seiner sich daran anschließenden Tätigkeit bei den MAN- Werken in Nürnberg seine eigene Firma, die „Civil -Ing. Fritz Ossberger Apparate-und Mühlenbau“. Durch zahlreiche Erfindungen, u.a. einer rückschlagsicheren Andrehkurbel zum Motorstart“, die er seinem Kommilitonen Fritz Opel verkauft, schafft er sich die hierfür erforderlichen finanziellen Mittel. Internationale Kontakte bringen ihn in Verbindung mit dem australischen Erfindergenie A.G.M. Michell, mit dem er über die Optimierung von Wasserturbinen intensive gemeinsame Forschungen betreibt. 1922 wird ihm vom kaiserlichen Patentamt die OSSBERGER- Freistrahlturbine patentiert, 1933 folgt das Patent der OSSBERGER- Durchströmturbine.

1928

Der neue Turbinentyp setzt sich schnell durch. Auf der Suche nach größeren Räumlichkeiten für die rasant wachsende Produktion wird man in Weißenburg , 55 km vor den Toren Nürnbergs gelegen, fündig. Ein 10.000 qm großes Fabrikgelände wird bezogen. Bis zum Ende des 2. Weltkriegs verlassen bereits über 2.000 OSSBERGER -Durchströmturbinen die Weißenburger Werkhallen.

1932

wird Fritz Ossberger in Sierning, Oberösterreich, der Gewerbeschein „für den Handel und die fabrikmäßige Erzeugung von Turbinen und Zubehör“ erteilt.

Nach dem Tod des Firmengründers und dem Fliegertod seines einzigen Sohnes Friedrich (1944) führt sein Neffe, Karl Ossberger, das Unternehmen fort. Ing. Karl Ossberger, selbst begeisterter Flieger, zählt in den Kriegsjahren zu den engsten Mitarbeitern des genialen Flugzeugkonstrukteurs und -unternehmers Willy Messerschmidt. Schnell arbeitet er sich in die neue Materie ein, führt in den schwierigen Jahren der Nachkriegszeit die beiden Firmen „Maschinenbau Ossberger“ und die „Ossberger – Turbinenfabrik Fritz Ossberger“ mit großem Geschick und nimmermüdem Elan und baut sie stetig und kontinuierlich zu weltweiter Geltung aus.

1952

Bau der Halle „West II“. Erste Überseelieferungen nach Afrika.

1960

Bau der Halle „Nord“.

1966

Ein neuer Firmenzweig kommt dazu: nach der erfolgreichen Präsentation des 1. Ossberger- Pressblower- Spritzblasautomaten für dünnwandige Kunststoffhohlkörper (z. B. Tuben, Flaschen und Ampullen) auf der Hannover-Messe wird in Weißenburg die Serienproduktion der Maschinen aufgenommen.

1968

Der internationale Markt nimmt die „kleinste Spritzblasmaschine der Welt“ gut auf, neue Produktionsfläche wird nötig, die Halle „Mitte“ wird gebaut.

Das Fertigungsprogramm wird durch den Bau der ersten stationären Rechenreinigungsmaschinen für Flusskraftwerke abgerundet. Die Firma ist national und international gut postiert. Die entwicklungsaktive OSSBERGER- Turbinenfabrik GmbH + Co mit ihren Schwerpunkten Wasserturbinen- und Kunststoffmaschinenbau exportiert in über 40 Länder der Erde. Die Schwesterfirma Maschinenbau Ossberger verfügt in Bayern über 150 assoziierte Stützpunkte im Bereich des Landmaschinenvertriebs.

1975

Aufstockung der Halle West.

1977

Nach dem plötzlichen Herztod von Ing. Karl Ossberger übernimmt Frau Dina Ossberger die Gesamtverantwortung für die Firmengruppe. Noch im Jahr 1977 wird der Grundstein für die Fertigungshalle Ost gesetzt, die die Produktionsfläche um weitere 2.200 qm erweitert.

1981

Die OSSBERGER – Turbinenfabrik GmbH & Co feiert ihr 75- jähriges Firmenbestehen. In der Jubiläumsbroschüre ist zu lesen: „Der heute erreichte Stand mit rund 100 Mitarbeitern, die auf einem Werksgebiet von 18.300 qm Fläche Ossberger- Produkte herstellen, wird die Basis für eine erfolgreiche Entwicklung in den folgenden Generationen sein“. Ossberger- Turbinen erzeugen nun in 68 Ländern der Erde umweltfreundlichen Strom aus Wasserkraft, die Abteilung Kunststoffmaschinen liefert 38 Länder aller fünf Kontinente.

1983

Dina Ossberger erhält das Bundesverdienstkreuz am Bande.

1984

Erweiterungsbau Büro- und Verwaltungsgebäude

1985

Gründung der OSSBERGER Turbines Inc. in Richmond, USA. Dr. Karl-Friedrich Ossberger tritt als Vertreter der 4. Generation in die Firma ein.

1986

Bau der Halle „Mitte II“

1989

Erweiterung der Büros und Werkstätten des Kunststoffmaschinenbaus

1990

Bau eines hauseigenen Turbinenversuchstandes für Durchström- und Kaplanturbinen

1995

Bau der Halle „Mitte III“, insgesamt steht nun eine Produktionsfläche von über 7.000 qm zu Verfügung.

1997

Einführung eines firmenspezifischen Qualitätssicherungssystems

1999

Auflösung des Händlervertrages mit dem Landmaschinenhersteller Case, Fusion der Firmen Maschinenbau Ossberger und Ossberger-Turbinenfabrik zur OSSBERGER GmbH + Co.

2002

Umbau Halle „West I“ verbunden mit umfangreichen Maschineninvestitionen

Eintritt der 5. Unternehmergeneration ins Unternehmen. Mit der Fraunhofer-Gesellschaft wird die Entwicklung der chemiefreien Reinigung von Werkstücken vorangetrieben und zum weiteren Geschäftsbereich unter dem Markennamen „Coli-Cleaner“ ausgebaut.

2004

verstirbt plötzlich und unerwartet Frau Dina Ossberger im 81.Lebensjahr

2006

Die OSSBERGER GmbH + Co ist 100 Jahre alt. „Unser Turbinenbau ist nun 100 Jahre alt und unsere Abteilung Plastics Technology kann auf 40 Jahre erfolgreicher Tätigkeit zurückblicken , darauf können wir in unserer schnelllebigen Zeit stolz sein“ sagt Dr. Ossberger bei der Jubiläumsfeier und Dr. Peter Ramsauer, MdB und selbst Müllermeister mit eigener Wasserkraft, ergänzt: „Kreativität und Innovationskraft prägen den langen Weg dieses erfolgreichen und heimatverbundenen Mittelständlers. Über 9.600 Ossberger-Anlagen erzeugen täglich in über 100 Ländern Strom aus Wasserkraft. Dies ist nicht nur ein Beweis wirtschaftlichen Könnens, sondern auch ein wesentlicher Beitrag zur umweltfreundlichen und nachhaltigen Stromerzeugung aus Wasserkraft weltweit“.

Thorsten Herdan, VDMA, unterlegt diese Aussage mit beeindruckenden Zahlen: „Ossberger stellt nach Berechnungen des VDMA heute die tägliche Stromversorgung von 10 Mio. Menschen in der industriellen Welt und von 100 Mio. Menschen in der Dritten Welt sicher“.

Entwicklung und Auslieferung von Kaplanturbinen für den Einsatz mit Seewasser, flächendeckende Vertretungen für die Marke Coli-Cleaner in Deutschland und der Schweiz, Weiterentwicklung der Coli – Cleaner zu Nassreinigern bei der Feinstreinigung von Werkstücken.

2010

Bau einer 1.000 qm großen Logistikhalle und umfangreiche Maschineninvestitionen

2011

Programmerweiterung im Bereich automatischer Rechenreiniger. Auslieferung der 10.000 -sten OSSBERGER - Turbine, Lieferung der ersten Coli- Cleaner in die USA, Kauf eines Dreh-und Fräskomplettbearbeitungszentrums für den Kunststoffmaschinenbau

2012

Bau und Bezug der Halle „Süd“, hiermit vergrößert sich die Produktionsfläche des Kunststoffmaschinenbaus um weitere 1.200 qm. Neue Vertretungen für den Coli- Cleaner in Österreich und Frankreich.


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